
Vorsorge
Viele Augenerkrankungen entwickeln sich langsam und bleiben lange unbemerkt.
Gerade deshalb ist eine regelmäßige Vorsorge ein wichtiger Baustein, um Ihr Sehvermögen zu schützen.
Wir möchten, dass Sie sich bei uns gut aufgehoben fühlen - mit ausreichender Zeit für Ihre Anliegen und einer Diagnostik auf aktuellem wissenschaftlichen Stand.
Warum Vorsorge so wichtig ist
Viele Erkrankungen wie das Glaukom, die Makuladegeneration oder bestimmte Netzhautveränderungen verursachen zunächst kaum Beschwerden. Veränderungen können wir jedoch häufig bereits im Frühstadium erkennen - lange bevor sie Ihre Sehqualität beeinträchtigen.
Dafür nutzen wir in unserer Praxis hochauflösende, kontaktarme und klinisch etablierte Diagnoseverfahren. So können wir gemeinsam Risiken frühzeitig erkennen, den Verlauf beobachten und die Behandlung zeitgerecht planen.
Unsere Vorsorge-Leistungen im Überblick
Vorsorge bei Glaukom
(Grüner Star)
Das Glaukom ist eine chronische Erkrankung des Sehnervs, die ohne frühzeitige Untersuchung unbemerkt fortschreiten kann. Unsere Glaukomvorsorge beinhaltet:
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Messung des Augeninnendrucks
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Untersuchung des Kammerwinkels und Sehnervenkopfes
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Gesichtsfeldmessung (Perimetrie)
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Optische Kohärenztomografie (OCT) des Sehnervenkopfes
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Hornhautdickenmessung (Pachymetrie)
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Fundus-Fotografie zur Verlaufsdokumentation
Diese Untersuchungen ermöglichen eine sehr frühe Bewertung Ihres individuellen Glaukomrisikos und dienen zur Verlaufskontrolle.
Früherkennung der Makuladegeneration (AMD)
Die Makula ist der Bereich des schärfsten Sehens. Veränderungen dieser feinen Strukturen erkennen wir mit:
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Netzhaut-OCT (Schichtanalyse)
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Ultraweitwinkel-Fotoaufnahmen
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ggf. Fluoreszenzangiografie
Besonders ab 60 Jahren oder bei familiärer Belastung empfehlen wir diese Vorsorge, um erste Hinweise auf eine Makuladegeneration rechtzeitig zu erkennen.
Vorsorge bei Diabetes, Bluthochdruck & starker Kurzsichtigkeit
Vor allem Diabetes mellitus, Bluthochdruck und hohe Myopie können die Netzhaut langfristig belasten. Eine regelmäßige Kontrolle des Augenhintergrundes ist daher hier besonders wichtig. Sie können zwischen zwei Varianten wählen:
Mit erweiterter Pupille:
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ausführliche Betrachtung des Augenhintergrunds
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ideal zur Detektion früher Veränderungen
Mit Fundus-Fotografie ohne Erweiterung:
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schnelle, kontaktlose Aufnahme
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Autofahren danach meist möglich
So können wir Veränderungen früh erkennen und gemeinsam das weitere Vorgehen planen.
Wie läuft eine Vorsorgeuntersuchung ab?
Wir nehmen uns Zeit für ein Gespräch über Ihre Anliegen, Vorerkrankungen und Sehgewohnheiten. Im Rahmen des Besuchs führen wir die für Sie passenden Untersuchungen durch. Typische Schritte sind:
1.
Sehschärfemessung
4.
Bildgebende Diagnostik wie OCT oder Fotografie
2.
Spaltlampenuntersuchung
5.
Persönliches Abschlussgespräch mit Befunderklärung
3.
Augeninnendruckmessung
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich zur Augenvorsorge kommen?
Grundsätzlich sind bei normalen Augen regelmäßige augenärztliche Kontrollen ab dem 40. Lebensjahr zu empfehlen. Insbesondere bei Vorliegen von Risikofaktoren wie Diabetes mellitus, arteriellem Bluthochdruck, höherer Kurzsichtigkeit oder einer familiären Vorbelastung sollte dies jedoch individuell angepasst werden.
Ist Vorsorge auch sinnvoll, wenn ich gut sehe?
Ja. Viele Erkrankungen verlaufen lange ohne Beschwerden. Eine frühe Diagnose schützt langfristig Ihr Sehvermögen.
Kann ich nach der Untersuchung Auto fahren?
Nach einer Pupillenerweiterung ist das Sehen durch Blendung und Unschärfe vorübergehend eingeschränkt. Wir empfehlen, am Untersuchungstag kein Fahrzeug selbst zu führen. Kommen Sie daher bitte nach Möglichkeit in Begleitung oder planen Sie eine alternative Rückfahrt ein.
Ohne Pupillenerweiterung ist Autofahren in der Regel möglich – wir informieren Sie individuell nach der Untersuchung.
Werden alle Vorsorgeuntersuchungen von der Krankenkasse übernommen?
Nicht alle Untersuchungen werden von den gesetzlichen Kassen übernommen. Wir klären die Notwendigkeit und Kostenübernahme im persönlichen Gespräch.

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