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Hornhauttransplantation

DMEK

Eine klare, glatte Hornhaut ist entscheidend für gutes Sehen. Wenn die innerste Zellschicht der Hornhaut (Endothel) geschädigt ist, kommt es oft zu Trübungen, Blendempfindlichkeit und verschwommenem Sehen.

 

Die Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty (DMEK) ist eine moderne, schonende Hornhauttransplantation, bei der nur die geschädigten Schichten ersetzt werden.

Ursachen und Symptome einer Hornhautendothel-Erkrankung

Eine DMEK kommt zum Einsatz, wenn die innerste Schicht der Hornhaut, das Hornhautendothel, nicht mehr richtig arbeitet. Dadurch kann die Hornhaut Flüssigkeit nicht ausreichend abpumpen und wird trüb. Diese Veränderungen entwickeln sich meist schleichend. Eine frühzeitige Untersuchung ermöglicht eine gezielte Planung der Therapie.

Diagnose in unserer Praxis

 Im Augenzentrum Südstadt setzen wir auf präzise Diagnostik mit modernen Geräten, um den Zustand Ihrer Hornhaut genau zu erfassen. Wir nehmen uns Zeit, Ihre Befunde verständlich zu erläutern. Anschließend besprechen wir gemeinsam, ob und wann eine Operation sinnvoll ist. Zu den wichtigsten Untersuchungen bei Hornhaut-Endothelerkrankung gehören:

Spaltlampenuntersuchung

Zur direkten Beurteilung der Hornhaut.

Optische Kohärenztomographie (OCT)

Hochauflösende Vermessung der Hornhaut.

Sehschärfenmessung

 Erfassung der aktuellen Sehleistung.

Augeninnendruckmessung

Abgrenzung zu einem möglichen Glaukom (Grüner Star)

Behandlung – die DMEK als schonende Transplantation

Die DMEK (Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty) ersetzt ausschließlich die erkrankten inneren Schichten der Hornhaut.

Vorteile:

  • Geringeres Abstoßungsrisiko

  • Schnellere Erholung im Vergleich zu klassischen Transplantationen

  • Gute Sehschärfe bei weitgehend klarer Hornhaut

  • Ambulanter Eingriff ohne stationären Aufenthalt

Für wen eignet sich die DMEK?

Die DMEK eignet sich besonders, wenn ausschließlich das Endothel erkrankt ist, während die übrigen Hornhautschichten klar bleiben. Sie ist nicht immer das passende Verfahren, etwa bei ausgeprägten Vernarbungen oder starken Hornhautveränderungen.
In unserer ausführlichen Beratung klären wir, welche Methode in Ihrem individuellen Fall sinnvoll ist – stets verständlich, transparent und ohne Zeitdruck.

Ablauf der DMEK-OP

Die DMEK-Operation wird in der Regel ambulant durchgeführt. Einige Tage vor dem Eingriff wird zur besseren postoperativen Druckkontrolle mittels YAG-Laser eine kleine Öffnung in der Regenbogenhaut (Iridotomie) angelegt. Dieser vorbereitende Schritt erfolgt in der Regel in der Praxis an der Spaltlampe. Der eigentliche operative Eingriff im OP-Saal umfasst mehrere Schritte:

  1. Entfernung der geschädigten Endothelschicht.

  2. Einbringen des feinpräparierten Spendergewebes über einen kleinen Zugang.

  3. Entfaltung und Ausrichtung des Transplantats im Auge.

  4. Stabilisierung mittels kleiner Gasblase, die das Gewebe an seinen Platz drückt.

Nachsorge & Heilungsverlauf

In den ersten Tagen nach der OP empfehlen wir mit regelmäßigen Pausen und Mobilisierung eine Ruhigstellung und Blickrichtung nach oben, damit die Luftblase das Transplantat bis zum vollständigen Anwachsen stabil hält.

Wesentliche Schritte der Nachsorge:

  • Anwendung kortisonhaltiger Augentropfen in ausschleichender Dosierung über mindestens 2 Jahre

  • Regelmäßige Kontrollen, besonders in den ersten Tagen

  • Beobachtung des Augendrucks und der Transplantatlage

  • Bei Bedarf kann das erneute Eingeben einer Gasblase in das Auge (Re-Bubbling) notwendig sein, um das Transplantat optimal zu positionieren
     

Viele Patientinnen und Patienten berichten bereits nach einigen Tagen über eine deutliche Sehverbesserung. Das vollständige Ergebnis entwickelt sich in den folgenden Wochen und Monaten.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Heilung nach einer DMEK?

Erste Verbesserungen treten häufig nach einigen Tagen ein. Das endgültige Sehvermögen entwickelt sich über mehrere Wochen.
 

Wie hoch ist das Risiko einer Abstoßung?

Das Abstoßungsrisiko ist im Vergleich zu älteren Transplantationsmethoden deutlich geringer. Regelmäßige Kontrollen bleiben dennoch wichtig.

Was bedeutet „Re-Bubbling“

In seltenen Fällen löst sich das Transplantat leicht ab. Eine kleine Luftblase kann es erneut stabilisieren – ein kurzer, gut verträglicher Eingriff.

Wer übernimmt die Kosten einer DMEK-Hornhauttransplantation?

Bei medizinischer Notwendigkeit ist die DMEK eine Regelleistung der gesetzlichen und privaten Krankenkassen. Alle medizinisch erforderlichen Schritte werden übernommen. Privatversicherte erhalten eine Abrechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

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