Glaukom Ursachen & Symptome
Wenn Sie solche Veränderungen bemerken, empfehlen wir eine augenärztliche Untersuchung. Je früher die Diagnose gestellt wird, desto gezielter lässt sich das Fortschreiten beobachten und der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung bestimmen.
In seltenen Fällen kann ein akuter Glaukomanfall auftreten, der sich durch plötzliche starke Schmerzen, Rötung, Übelkeit und Sehverschlechterung äußert. Dies ist ein augenärztlicher Notfall und sollte schnellstmöglich behandelt werden.
Diagnose in unserer Praxis
Für eine sichere Glaukomdiagnose verbinden wir modernste Technik mit langjähriger Erfahrung. Alle Untersuchungen führen wir präzise, kontaktarm und schonend direkt in unserer Praxis durch. Folgende Untersuchungen kommen zum Einsatz:
Augeninnendruckmessung
Bestimmung der Druckwerte mit verschiedenen Methoden.
Optische Kohärenztomografie (OCT)
Hochauflösende Darstellung der Netzhaut und des Sehnervs.
Beurteilung des Sehnervenkopfes (Papille)
Direkte Beurteilung des Sehnervs zur Erkennung glaukomtypischer Schäden.
Pachymetrie
(Hornhautdickenmessung)
um den gemessenen Augendruck korrekt bewerten zu können.
Gesichtsfelduntersuchung
(Perimetrie)
Überprüfung des peripheren und zentralen Sehens zur Erkennung funktioneller Ausfälle.
Kammerwinkelbeurteilung
zur Erkennung anatomischer Engstellen und möglicher Abflussstörungen.
Behandlung Grüner Star
individuell und sorgfältig abgestimmt
Die Therapie richtet sich nach Art des Glaukoms, dem Ausgangsdruck, der Sehnervensituation sowie Ihren persönlichen Bedingungen. Unsere Behandlungspfade umfassen:
1. Medikamentöse Therapie (Augentropfen)
Viele Glaukome lassen sich mit drucksenkenden Augentropfen gut stabilisieren. Dabei achten wir auf optimale Verträglichkeit und passen die Therapie bei Bedarf an. Regelmäßige Verlaufskontrollen sichern den Erfolg.
2. Selektive Lasertrabekuloplastik (SLT)
Ein modernes, schonendes Laserverfahren, das den natürlichen Abfluss des Kammerwassers verbessert und so den Augeninnendruck senkt. Die SLT ist schmerzfrei, ambulant und wiederholbar.
3. Minimalinvasive Glaukomchirurgie (MIGS)
Bei frühen bis mittleren Stadien können mikrochirurgische Implantate oder Techniken den Augeninnendruck schonend und nachhaltig reduzieren. Diese Eingriffe sind besonders gewebeschonend und häufig kombinierbar mit einer Katarakt-Operation.
4. Klassische Glaukom-OP (Trabekulektomie)
Für fortgeschrittene oder therapieresistente Glaukome ist die Glaukom-Operation das bewährte Standardverfahren. Es schafft einen kontrollierten Abflussweg für das Kammerwasser und ermöglicht oft eine deutliche Drucksenkung. Eine engmaschige Nachsorge ist hier besonders wichtig.
Wir wählen gemeinsam mit Ihnen das passende Vorgehen – in Ruhe, nachvollziehbar und abgestimmt auf Ihre Situation.
Ablauf der
Minimalinvasiven Glaukomchirurgie (MIGS)
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Betäubung: Der Eingriff erfolgt wird in der Regel mit einer örtlichen Betäubung schmerzfrei vorbereitet.
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Anlage eines Abflusskanals: Durch einen winzigen Zugang am Rand der Hornhaut wird ein Mikroimplantat in den Kammerwinkel eingesetzt, um den Abfluss des Kammerwassers über natürliche Strukturen zu verbessern.
Ablauf der Trabekulektomie
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Betäubung: Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose oder das Auge wird mit einer örtlichen Betäubung schmerzfrei vorbereitet.
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Anlage eines Abflusskanals: Unter dem Oberlid wird ein kleines Fenster in der Lederhaut geschaffen, durch das überschüssiges Kammerwasser abfließen kann.
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Sicherung des Abflusses: Die Stelle wird mit einer kleinen Bindehautfalte abgedeckt, sodass ein kleines Flüssigkeitspolster (Filterkissen) unter dem Lid entsteht.
Nachsorge:
Langfristiger Schutz für Ihren Sehnerv
Ein Glaukom erfordert lebenslange Aufmerksamkeit. Unser Ziel ist es, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und Ihr Sehvermögen bestmöglich zu erhalten.
Nach der Operation sind engmaschige Kontrollen wichtig:
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Wir überprüfen den Augeninnendruck
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beurteilen die Filterfunktion
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geben entzündungshemmende Augentropfen
Ihre kontinuierliche Betreuung umfasst:
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regelmäßige Kontrolle des Augeninnendrucks
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Prüfung der Sehnervfunktion (Sehtest, Gesichtsfelduntersuchung)
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OCT-Verlaufsmessungen zur Früherkennung von Veränderungen
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individuelle Anpassung der Therapie bei Bedarf
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enge Begleitung nach Laser- oder operativen Eingriffen
Je nach Stadium Ihres Glaukoms empfehlen wir Kontrollen alle drei bis sechs Monate. Wir begleiten Sie kontinuierlich, beantworten alle Ihre Fragen und sorgen dafür, dass Sie sich sicher und gut betreut fühlen.
Häufige Fragen
Kann ein Glaukom geheilt werden?
Ein Glaukom kann nicht vollständig geheilt werden. Mit einer frühzeitigen und konsequenten Therapie lässt sich das Fortschreiten jedoch häufig deutlich verlangsamen oder stabilisieren.
Ist eine Glaukombehandlung schmerzhaft?
Die meisten Behandlungen – ob Augentropfen, Laserbehandlung oder Operation – sind schmerzfrei oder nur leicht spürbar. Die SLT wird beispielsweise in Tropfenbetäubung durchgeführt und verursacht keine Schmerzen.
Wie oft muss ich zur Kontrolle?
Das hängt vom Stadium Ihres Glaukoms ab. In der Regel sind Kontrollen alle drei bis sechs Monate sinnvoll. Wir planen Ihren persönlichen Kontrollrhythmus gemeinsam mit Ihnen.
Bin ich nach einer Laserbehandlung oder Glaukom-OP sofort wieder einsatzfähig?
Meist sind Sie schnell wieder im Alltag belastbar. Die genauen Empfehlungen zur Schonung und zum Verhalten nach dem Eingriff besprechen wir individuell mit Ihnen.

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